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Die Bildmontage

Um die digitalisierten SW-Auszüge in Farbbilder umzuwandeln, muss in einem Bildbearbeitungsprogramm (für die Diplomarbeit wurde Photoshop 6.0 verwendet) die Möglichkeit bestehen, die in den SW-Auszügen in Grauwerten gespeicherte Farbinformation zurück zu gewinnen. Es muss Kanäle oder Ebenen geben, die die vorliegenden Graustufeninformationen verwerten können.

Die  Negative liegen als Graustufenbilder digitalisiert vor und werden in eine neue Datei im RGB-Modus kopiert, um an die in den Auszügen in Grauwerten gespeicherte Farbinformation zu gelangen.

In dem von Photoshop angebotenem RGB-Modus, werden die Farben am Bildschirm durch Mischen unterschiedlicher Helligkeitswerte von Rot, Grün und Blau gebildet. Die Farben des sichtbarem Spektrums werden durch Einstellen der Intensität der einzelnen RGB-Komponenten wiedergegeben. In den RGB-Farbbildern weist Adobe Photoshop jedem Pixel einen Intensitätswert von 0 (Schwarz) bis 255 (Weiss) für jede Komponente zu.

In Photoshop hat man die Möglichkeit,  Bilder im Mehrkanal Modus abzuspeichern / umzuwandeln. Mehrkanal Bilder enthalten in Photoshop 8 Bit pro Pixel. Die Kanäle in einem Mehrkanal-Bild sind Graustufen. D.h. bei Farbbildern werden die einzelnen Farbkanäle in Graustufen-Informationen umgewandelt, die die Farbwerte der Pixel in jedem Kanal wiedergeben.

Diese Möglichkeit bedeutet im Umkehrschluss, dass man Graustufenauszüge wieder in Farbbilder umwandeln kann. Man muss nur den "richtigen" SW-Auszug in den "richtigen" Farbkanal kopieren.

Vorgehensweise:

Zunächst öffnet man die gescannte Bilddatei in Photoshop. Zunächst wandelt man diese Datei in ein Positiv um.

Man wählt den obersten Auszug (Blauauszug) mit dem Auswahlrechteck aus. Dieser wird über die Tastenkombination: Strg + C in die Zwischenablage kopiert.

Das ausgewählte Bild befindet sich dann in der Zwischenablage, dadurch "weiss" der Rechner schon die Bildgröße und Auflösung. Er übernimmt die vorhandenen Werte aus der Ursprungsdatei.

Im nächsten Schritt wird eine neue Datei im RGB-Modus erstellt.

Wenn die Ebenen- und Kanalpalette nicht geöffnet ist, sollte diese als nächstes aufgerufen werden. Menueleiste: Fenster – Ebenen einblenden. Es öffnen sich Paletten mit drei Registern: Ebenen, Kanal und Pfad. Um jetzt das Bild aus der Zwischenablage in den "richtigen" Kanal zu kopieren, wird das Register Kanal angeklickt. Es erscheinen die drei Kanäle: Rot, Grün und Blau

  • Der immer noch in der Zwischenablage liegende Blauauszug, wird in den Blaukanal kopiert.

  • Anschliessend wird der Grünauszug in den Grünkanal kopiert.

  • Und zum Schluss der Rotauszug in den Rotkanal kopiert.

Einfügen der Auszüge in den entspr. Kanal

 

Die ersten Farben sind bereits erkennbar, jedoch überlagern sich die drei Auszüge nicht deckungsgleich.

 

...noch sind die Bilder nicht deckungsgleich...

 

Im nächsten Schritt werden die Auszüge passgenau übereinander geschoben. Dabei kommt einem die Pixelstruktur der digitalisierten Bilder zugute. Markante Stellen, die im Bild durch die Pixel scharf abgegrenzt sind, können exakt  übereinander geschoben werden. Dazu zählen nicht bewegliche Objekte wie z.B. Fenster und Kanten.

Mit dem "Verschieben-Werkzeug" bewegt man, den in diesem Beispiel Grünauszug so lange, bis er pixelgenau über dem Rotkanal liegt. Als nächstes wird der Blaukanal aktiviert und wiederum mit dem Verschiebewerkzeug pixelgenau über die schon übereinander liegenden Grün- und Rotkanäle geschoben.

 

Erster montierter Auszug

 

Das Bild hat noch einige Farbstiche, die man mit verschiedenen Einstellungen ausgleichen kann. Das fertige Bild sieht dann in etwa wie das nachfolgende aus.

 

Fertiges Bild

 

Natürlich ist das Anpassen der Farben ein subjektiver Vorgang, denn wir haben aus dieser Zeit leider keinerlei Referenzbilder.

Die teilweise auf den Bildern vorhandenen Farbsäume, resultieren aus Bewegungen bei der Aufnahme. Die drei Teilbilder wurden nacheinander aufgenommen und somit führen Bewegungen zu Verschiebungen im Bild. Personen, die sich bei der Aufnahme bewegt haben sind hier ein gutes Beispiel, oder Schiffe auf der Spree bei der Berlinserie.

 

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